Diskussion Berlin im Mai 1945 – wie weiter mit der Erinnerungskultur?
Gespräch mit Joachim Dillinger über nachbarschaftliches Engagement.
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Amerika-Gedenkbibliothek | Salon
Allgemeine Infos
Nur eine U-Bahn-Station von der AGB entfernt, im Tempelhofer Schulenburgring, musste General Weidling am 2. Mai 1945 die Kapitulation für Berlin unterzeichnen – sechs Tage vor der gesamtdeutschen Kapitulation in Berlin-Karlshorst. An die historischen Ereignisse erinnert eine Gedenktafel. Unweit des Hauses gibt es noch weitere Orte, die zum Erinnern einladen: im Nachbarhaus wurde eine Synagoge aus den vermieteten Räumen vertrieben, Stolpersteine erinnern an jüdische Berliner*innen, die deportiert und ermordet wurden, eine Tafel ehrt Wolfgang Szepansky, der Widerstand gegen das NS-Regime leistete, und auf dem nahgelegenen Gelände des Flughafen Tempelhof wird an das KZ am Columbiadamm und die Zwangsarbeit erinnert.
Joachim Dillinger von der Hausgemeinschaft Schulenburgring 2 engagiert sich mit seinen Nachbar*innen seit über 40 Jahren für eine lebendige Erinnerungskultur und möchte mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, was das Kriegsende vor 80 Jahren für Berlin bedeutet und wie die Zukunft des Gedenkens aussehen könnte.